Blutspende kann Leben retten! Dies gilt auch für unsere vierbeinigen Freunde. Wir suchen zur Unterhaltung unserer Blutbank ständig Hunde, die regelmäßig, aber auch im Notfall auf Abruf zur Blutspende bereit sind. Sollten die körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt sein steht einer Registrierung in unsere Blutspenderkartei nichts entgegen. Details erläutern wir gerne in einem Gespäch vor Ort.
Nach oben
Wie in der Humanmedizin ist mit jeder Narkose ein gewisses Risiko verbunden. Dank moderner Narkose- und Überwachungstechnik sowie sicherer Medikamente kann das Restrisiko minimiert werden. Für kurze Eingriffe eignet sich die Injektionsnarkose, hier wird ein Narkosemittel gespritzt, die Wirkung hält jedoch nicht allzulange vor.
Bei längeren Eingiffen kommt bei uns die sichere und gut steuerbare Inhalationsnarkose mit Hilfe eines Narkosegerätes zur Anwendung. Der Vorteil liegt in einer optimal steuerbaren Narkosetiefe mit der Möglichkeit der automatischen Beatmung. Nach dem Ende der Narkose sind die Patienten auch schneller wieder wach. Während der Narkose werden mit unseren Überwachungsmonitoren alle lebenswichtigen Funktionen wie Puls, Atmung, Herztätigkeit, Körperinnentemperatur, Sauerstoffkonzentration im Blut und Gasaustausch in der Lunge ständig überwacht. Alle Patienten bleiben so lange in meiner Obhut, bis sie vollständig wieder aus der Narkose erwacht sind.
Nach oben
Zunächst eine Begriffserklärung:
Kastration:
Hier werden die Keimdrüsen, also beim männlichen Tier die Hoden und beim weiblichen Tier die Eierstöcke entfernt. Die hormonelle Aktivität verschwindet.
Sterilisation:
Bei der Sterilisation werden die Keimdrüsen NICHT entfernt, es werden lediglich der Samenstrang bzw. der Eileiter unterbrochen und damit das Tier unfruchtbar gemacht. Die hormonelle Aktivität bleibt erhalten, das bedeutet, die Hündin würde weiter läufig und die Katze weiterhin rollig werden.
Umgangssprachlich wird bei weiblichen Tieren immer wieder der Begriff "Sterilisation" verwandt, genau gesehen ist es jedoch auch eine Kastration, denn man will ja erreichen, daß die Tiere nicht mehr läufig bzw. rollig werden.
Nach oben
Katzen werden bei nicht stattfindender Befruchtung alle 2 bis 3 Wochen rollig. Die sogenannte Katzenpille muß wöchentlich gegeben werden. Eine lebenslange Behandlung ist aus medizinischer Sicht nicht empfehlenswert, da durch die ständige Hormonzufuhr tumoröse Veränderungen am Gesäuge entstehen können. Eine Kastration ist auf ein Katzenleben hochgerechnet auch finanziell günstiger als die Pillengabe.
Eine Hündin wird alle 7 Monate läufig. Die "Pille" gibt es hier in Form einer Spritze, die zwei Monate vor der erwarteten Läufigkeit und dann in Intervallen von 5 Monaten gegeben werden muß. Ebenso wie bei der Katze ist die Läufigkeitsunterdrückung auf Dauer mit gesundheitlichen Risiken verbunden.
| Kastration bei Hündinnen | Läufigkeitsunterdrückung bei Hündinnen |
|---|
Vorteile: wenn die OP vor bzw. kurz nach der ersten Läufigkeit erfolgt, kann das Risiko der späteren Bildung bösartiger Tumore im Gesäuge auf ein Minimum reduziert werden keine Läufigkeiten und damit keine Scheinschwangerschaften mehr kein unerwünschter Nachwuchs kein Risiko einer Not-OP bei der Entstehung einer lebensbedrohlichen Gebährmuttervereiterung | Vorteile: keine OP mit Vollnarkose nötig Hündin kann später noch Welpen bekommen |
Nachteile: es ist eine OP mit Narkose erforderlich (mit Narkosegerät und Monitoring ist das Narkoserisiko jedoch sehr gering) durch Umstellung des Stoffwechsels neigen kastrierte Hündinen zur Gewichtszunahme (eine Regulation über das Futter ist gut möglich) bei einigen Rassen (z.B. Cocker Spaniel) ist die Bildung eines flaumartigen "Babyfells" möglich bei größeren Hündinen ist im Alter ein Harnträufeln möglich (meist ist eine medikamentelle Behandlung erfolgreich) kein Nachwuchs mehr möglich | Nachteile: Risiko der Bildung einer lebensbedrohlichen Gebährmuttervereiterung und damit Notoperation nötig Bildung bösartiger Tumore im Gesäuge möglich eine regelmäßge und lebenslange Behandlung ist nötig Auslösen von anderen Erkrankungen möglich (z.B. Störung des Wachstumshormons, Diabetes mellitus) die Behandlungskosten sind auf Dauer viel höher als bei einer einmaligen OP |
Oben genannte Vor- und Nachteile sollen Entscheidungshilfen sein und treffen nur für Hündinnen zu. Bei Katzen ist eine Kastration ohne Nachteile und hilft, das alljährliche Schicksal ungewollter Nachkommen zu verhindern!
Operationsmethoden - herkömmliche oder endoskopische Kastration?
Die herkömmliche Operation zur Kastration einer Hündin geschieht durch einen je nach Größe des Tieres unterschiedlich langen Bauchschnitt mit Eröffnung und Manipulation in der Bauchhöhle.
Alternativ bieten wir auch die minimalinvasive endoskopische (laparoskopische) Kastration an. Hier werden nur drei kleine Zugänge von ca. 0,5 cm Länge benötigt. Ein Zugang dient der Einführung der Optik, die zwei weiteren zur Einführung der Instrumente. Der Vorteil dieser Schlüsselloch-Chirurgie besteht in einem deutlich verringertem Wundreiz und Wundschmerz, wodurch das Risiko einer Wundinfektion durch Lecken an der Wunde erheblich gesenkt wird. Ebenso werden die Bauchorgane durch die wesentlich geringere Manipulation weniger gereizt, woraus auch hier deutlich geringere Schmerzhaftigkeit resultiert. Im Gegensatz zur OP mit großen Bauchschnitt sind die Hunde nach der laparoskopischen OP sofort wieder belastbar und bedürfen keiner mehrtägigen Schonung.
Auf Wunsch können wir für Sie die Operation auch auf DVD aufzeichnen.
Nach oben
Bei großen Hunderassen kommt es häufig zur sogenannten Magendrehung. Diese akut lebensbedrohliche Erkrankung entsteht dann, wenn der Hund große Mengen an quellfähigem Futter aufnimmt. Es kommt zu einer Magenüberladung und durch die sehr lockere Aufhängung des Magens kann es zu einer Drehung des Magens um seine Längsachse, mitunter auch zur gleichzeitigen Abknickung der Milz kommen. In der Folge bläht der Magen auf und drückt dadurch sämtliche Blutgefäße im Bauchraum ab.
Diese Erkrankung ist ein absoluter Notfall und muß so schnell wie möglich behandelt werden. Anzeichen für eine Magendrehung sind der Versuch zu erbrechen, starker Speichelfluß, gestörtes Allgemeinbefinden sowie eventuell ein aufgeblähter Bauch. Vorbeugen können Sie, indem Sie die Futterration auf zwei Mahlzeiten am Tag aufteilen, Trockenfutter mit Wasser vorquellen und dem Hund im Anschluß an das Fressen absolute Ruhe gönnen (kein Toben oder Spielen).
Nach oben
Auch für Tiere gibt es verschiedene OP-Krankenversicherungsmodelle mit und ohne Selbstbeteiligung je Schadensfall. Die monatlichen Beiträge für eine Katze liegen zwischen 3,50 EUR (mit Selbstbeteiligung) und 5 EUR (ohne Selbstbeteiligung). Für Hunde entsprechend zwischen 11 EUR (mit Selbstbeteiligung) und ab 13 EUR (ohne Selbstbeteiligung). Die Versicherung übernimmt die Kosten der Operation des 1-bzw. 2-fachen Gebührensatzes zu 100 Prozent, inclusive der vorherigen Untersuchung sowie der Nachsorge.
Nach oben
Der kleine Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist ein nur wenige Millimeter großer fünfgliedriger Bandwurm, der überwiegend im Dünndarm des Fuchses vorkommt. Dieser Parasit gehört zu den kleinsten aber auch gefährlichsten Krankheitserregern beim Menschen. Als sogenannte Zwischenwirte können auch Hunde und Katzen als Überträger des Bandwurmes für uns gefährlich werden.
Der Mensch kann sich zum Beispiel durch den Verzehr ungewaschener bodennaher Waldfrüchte, aber auch durch engen Kontakt mit infizierten Haustieren anstecken. Im Darm des Menschen entwickelt sich aus dem Wurmei eine Hakenlarve, die in das Blutgefäßsystem eindringt und schließlich zur Leber gelangt. Dort wächst diese Larve sehr langsam zur sogenannten Finne heran. Diese Finne verhält sich wie ein bösartiger Tumor und zerstört die Leber. Auch andere Organe wie Lunge oder Gehirn können davon betoffen werden. Diese Krankheit, auch alveoläre Echinokokkose genannt, entwickelt sich beim Menschen langsam über viele Jahre hinweg.
Vorsichtsmaßnahmen:
Die Eier des Fuchsbandwurmes sind sehr widerstandsfähig. Selbst Gefrierschranktemperaturen oder handelsübliche Desinfektionsmittel töten diese Eier nicht ab. Das Abwaschen von Nahrungsmitteln vermag das Infektionsrisiko zu senken, jedoch nicht zu verhindern. Nur das Kochen zerstört die Parasiten vollständig! Exakte Angaben zum Vorkommen der Echinokokken beim Hund sind sehr schwierig zu ermitteln. Aus diesem Grund ist neben hygienischen Maßnahmen eine regelmäßge Entwurmung unserer Haustiere ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugung.
Nach oben